Gesundheit + Wellness

Forensische Psychiatrie, Bezirksklinikum Regensburg

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Bauen für psychisch kranke Straftäter stellt eine besondere Herausforderung dar, denn Straftäter sollen, wie in Strafvollzugsanstalten, sicher bewahrt werden und die Bevölkerung vor ihnen geschützt werden. Darüber hinaus soll aber der Maßregelvollzug den Patienten durch die Therapie künftig ein straffreies, selbstbestimmtes Leben ermöglichen und sie sozial und beruflich wieder in die Gesellschaft eingliedern.

Der Neubau der forensischen Abteilung Haus 6 auf dem Areal des Bezirksklinikums Regensburg wurde in der Nähe der bereits existenten forensischen Psychiatrie errichtet und bildet zusammen mit dem bestehenden Haus 2 einen umschlossenen Freibereich. Das Gebäude nimmt die städtebauliche Ordnung auf und ist in Ost-West-Richtung entlang der Höhenlinien platziert.

 

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Drei Stationen mit je 24 Patienten liegen übereinander, die sich nach „Gruppengrößen“ von 8 – 14 Patienten unterteilen lassen. Mit zentral gelegenen Aufenthaltsbereichen in den Stationen und einem mittigen Speiseraum kann der gruppentherapeutische Prozess initiiert, geregelt und trainiert werden. Die Beschäftigungsräume liegen ebenengleich zur Station; im UG be finden sich Sporteinrichtungen mit einem vorgelagerten Spielfeld und kleinem Park.

Die vorherrschende Grünordnung im nördlichen Bereich des Klinikums ist durch alten Baumbestand geprägt. Eine Verzahnung des Neubaus mit den naturräumlichen Gegebenheiten schafft  positive Auswirkungen auf das Innenraummilieu.

Krankenhausarchitektur für die ZukunftHrg. Nickl-Weller, 2006
Umrisse, Zeitschrift für Baukultur 01/03
Darmstadt
„Regensburg - Bauen in einer 2000 Jahre alten Stadt“
Bezirksklinikum Regensburg
 

 

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Projektname: Forensik Haus 6,
Bezirksklinikum Regensburg
Bauherr: Bezirk Oberpfalz
Fertigstellung:2005
BGF / BRI: 4.500 m² / 16.800 m²
Gesamtbaukosten: 13,5 Mio. € KG 200 - 700
Leistungen:LP 1-9 § 15 HOAI

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