Gesundheit

Diakoniekrankenhaus Zschadraß, Haus B5 und Haus B20

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Psychiatrische Klinikum Zschadrass: Eingangstür

Das psychiatrische Klinikum Zschadraß wurde 1868 als eine landwirtschaftliche Kolonie für Geisteskranke gegründet, die der psychiatrischen Anstalt im 2 km entfernten Colditz angegliedert war. Ärzte haben hier – außerhalb der großen Krankensäle – im Umgang mit der Natur und im Arbeitsprozess Hilfen für psychisch kranke Menschen gesucht.
Zu DDR-Zeiten machte sich die Einrichtung vor allem als international anerkannte Klinik für Lungenheilkunde einen Namen. 1999 wurde die Lungenklinik zusammen mit der Thoraxchirurgie nach Chemnitz verlegt; in Zschadrass verblieben die Psychiatrie und Neurologie. 


Heute verfügt das Fachkrankenhaus für Neurologie und Psychiatrie über 160 Betten und Tageskliniken. Im Rahmen einer Zielplanung wurde die Gesamtliegenschaft eingehend untersucht und bewertet.

Zunächst wurde das Gebäude B 5 in eineinhalbjähriger Bauzeit generalsaniert und modernisiert.
Als 2. Bauabschnitt wurde das denkmalgeschützte Gebäude B 20 für psychiatrische Patienten modernisiert. Das 1914 errichtete Gebäude B20 stellt einen Solitär innerhalb der Gesamtanlage mit pavillonartiger Struktur dar. Gleichzeitig repräsentiert es das vorläufige Hauptgebäude des neu zusammengefassten Krankenhaus-Areals.

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Glasdecke

Bei der architektonischen Umsetzung des Umbaus wurde angestrebt, den Erfordernissen psychiatrischer Arbeit, flexibler Ausgestaltung der Patienten-Wohnräume und effektiver Betriebsabläufe bestmöglich Rechnung zu tragen. Zum Beispiel in den Fluren durch eine in Raumhöhe und Interieur variierende Ausformung einer gestuften Privatheit – von der Großgruppe über die Kleingruppe bis zum Individuum. 
So bilden die Patientenzimmer eine vollständige Rückzugsmöglichkeit, erlauben ein Sich-Öffnen oder Sich-Verschließen, je nach mentalem Empfinden.

Auf drei Ebenen verteilen sich die Stationen mit je 18 Planbetten gleichmäßig im Gebäude. Die Seitenflügel nehmen jeweils eine Teilstation auf, die die allgemeinen Funktionen im Mittelbau gemeinsam nutzen. Der Speise- und Gruppenbereich liegt als Ort für Begegnung und Kommunikation zentral in den Stationen. Das Foyer im Erdgeschoss ist der räumliche und gestalterische Mittelpunkt des Gebäudes und wird durch eine historische Glasdecke abgedeckt, die im Sinne des Denkmalschutzes aufgearbeitet wurde.

veröffentlicht in:
Mitteldeutschland, Investitionen in das Gesundheitswesen, 2010
Spezialversorger rüstet sich für die Zukunft,
Diakoniekrankenhaus Zschadraß

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Halterung Glasdecke
Projektname: Generalsanierung Haus B5, Zschadraß
Bauherr: Diakoniewerk Zschadraß gGmbH
Fertigstellung:Haus B 5  2002 / Haus B 20  2008
BGF / BRI: 3.400 m² / 27.850 m²
Gesamtbaukosten: 3,6 Mio. € B 5 / 6.5 Mio. € B 20
Leistungen:LP 1-9 § 15 HOAI,
Generalplanung,
SiGeKo, Brandschutzkonzept
Projektname: Generalsanierung Haus B20, Zschadraß
Bauherr: Bezirk Oberpfalz, Bayern, Deutschland
Fertigstellung:2007
BGF / BRI: 4.400 m2 / 17.170 m3
Gesamtbaukosten: 8,4 Mio. €
Leistungen:LP 1-8 § 15 HOAI,
Generalplanung,
Sicherheits- und Gesundheitskoordination,
Brandschutz

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LageplanAnsichtEingangshalleSchreibplatzSpeiseraum