Gesundheit

Forensische Psychiatrie Ansbach, Forensik Haus 16

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Die gesamte Krankenhausanlage des Bezirksklinikums Ansbach ist in Pavillonbauweise erstellt und intensiv durchgrünt. Der Neubau Haus 16 für die psychiatrische Forensik ist als Zeilenbau an die Südostseite des Krankenhausareals gerückt und steht wie die übrigen Bauten im Umfeld als Solitär in der Parkanlage. Dennoch kann zwischen den einzelnen Gebäuden ein aufgespannter Raum erfahren werden. Die großteils linear gerichteten Bauten im direkten Umfeld sind von Südwest nach Nordost ausgerichtet. Die Gebäudehöhen liegen zwischen zwei und drei Vollgeschossen und werden von mächtigen Baumwipfeln überragt. Mit dem dreigeschossigen linearen Neubau der Forensik wird die vorhandene städtebauliche Ordnung aufgenommen und gestärkt.

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Die Architektur zeigt sich klar und rational im Inneren wie im Äußern. Transparenz und Offenheit, Einblick und Durchblick sollen trotz der Anforderungen des Maßregelvollzugs das Gebäude prägen. Der vertikale Gliederungsaufbau mit dem nach Südosten freigelegten Basisgeschoß und den zwei Pflegegeschossen ermöglicht eine nachvollziehbare Teilung in Allgemeinbereich und Wohnbereich. Während im Allgemeinbereich opake und großflächige Flächen gewählt wurden, sind im Wohnbereich raumbezogene Einzelfenster angeordnet. Der horizontale Duktus vermittelt nach außen architektonische Ordnung, ohne absolute Gleichschaltung der Inhalte.

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Projektname: Psychiatrische Forensik Haus 16, Bezirksklinikum Ansbach
Bauherr: Kommunalunternehmen Bezirkskliniken Mittelfranken
Fertigstellung:2013
BGF / BRI: 4.160 m² / 16.000 m²
Gesamtbaukosten: 12,0 Mio. € KG 200 - 700
Leistungen:LP 2-8 § 33 HOAI

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LageplanHaupteingangAußenraum zwischen Haus 16 (l.) und Haus 17 (r.)FassadeFlurbereizAtmosphäre und OffenheitAufenthaltsraum