Kultur und Denkmalpflege

Friedenskirche in St. Johannis, Nürnberg

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Lageplan, Friedenskirche St. Johannis, Nürnberg

In den 30er Jahren entstand in dem Stadtteil St. Johannis die Friedenskirche, die der Architekt German Bestelmeyer plante. Das „Weiterbauen an der offenen Friedenskirche“, die heute als Beispiel für den Neohistorismus in Nürnberg gilt, visualisiert unsere Zeit im baugeschichtlichen Kontext. Der Wettbewerbsentwurf schlägt vor, Veränderung zu ermöglichen und gleichzeitig die charakteristischen Merkmale des Denkmals erlebbar zu erhalten. Die Zentralisation der Gemeindearbeit verbindet profane und sakrale Nutzungen in der Friedenskirche, so dass die pastorale Arbeit wie auch der baulich vorgezeichnete Weg über die Taufe, die Aufnahme in die Gemeinde und die gemeinschaftliche Feier des Abendmahls in das Konzept einfließen.

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Visualisierung, Friedenskirche St. Johannis, Nürnberg

Die Öffnung des kontemplativen Kirchenraums stärkt den Charakter der „offenen Kirche“ sinnbildlich. Das südlich vorgelagerte verglaste Seitenschiff zum Platz hin bietet eine Terrasse in einem dialogoffenen Innen- und Außenraum und schafft einen Übergang vom städtischen zum sakralen Raum. Ein Kirchen-Café bietet der Gemeinde einen attraktiven Treffpunkt. Das Pfarr- und Empfangsgebäude für die Gemeindemitglieder findet sich westlich der Brauthalle und bildet einen Innen- und Feierhof für die Mitarbeiter und Besucher. Die einladende Backsteinfassade leitet sich aus dem Duktus des Kirchenraums ab.

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Visualisierung, Friedenskirche St. Johannis, Nürnberg
Projektname: Offene Friedenskirche – Ein Baukonzept für die Zukunft
Bauherr:Evang.-Luth. Kirchengemeinde St. Johannis
Jahr:2012
Wettbewerbsart: Realisierungswettbewerb

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GrundrissVisualisierung InnenraumVisualisierung InnenraumAnsicht